Wussten Sie es? Wir sind ein vielseitiger Traditions-und Sportverein!
Bürgerschützenverein 1864 Hemer e.V.

Chronik 1864 bis 1963

1864

Erstes Bürgerfest als Gemeinschaft der Bürger gegenüber der damaligen
Gasanstalt.

1870

Konstituierung der Gemeinschaft der Bürger, die die Feste getragen hatten, als
„Bürgerverein Hemer“. Im gleichen Jahr wurde das erste Bürgerfest als
Bürgerverein Hemer gefeiert. Das Festzelt stand im Bereich der heutigen
Stadtbücherei (ehem. Villa Prinz).

1897

Am 23 Mai fand in der Gaststätte Westhelle die Generalversammlung des
Bürgervereins statt und der Bürgerverein wurde in einen „Bürger-Schützenverein“
Umgewandelt. Jeder Bürger von Ober- und Niederhemer, der über 18 war, seine
bürgerlichen Ehrenrechte besaß und einen achtbaren Lebenswandel führte, wurde
aufgefordert Mitglied zu werden. Vorsitzender und Oberst wurde Arnold
Ebbinghaus.

1900

Nachdem die letzten Fest auf der Wiese im Im Ohl gefeiert wurden, mietete der
Verein für 10 Jahre eine unterhalb des Hauses Hemer am Fuße des Kehlbergs
gelegene Wiese. Aber dieser Platz hatte bei Regenwetter unter Überschwemmung
zu leiden. So holte man bei Regenwetter schnell von vom Baugeschäft Ruberg
Bretter, um sie dort auszulegen.

1910

Nachdem die zwischenzeitlich getrennten Schützenvereine Niederhemer und
Oberhemer wieder zusammengegangen waren, wurde am 2 Juli des Jahres zu
Beginn des Festes feierlich die Festhalle auf der Hermannshöhe durch Amtmann
Trump
eingeweiht. Der Name Hermannshöhe entstand zu Ehren des hierfür zuständigen
Baumeisters Hermann Tünnerhoff.

1914

Die Jahre des 1.Weltkrieges legten nicht nur die Vereinstätigkeiten lahm, sie
brachten dem Verein auch Jahre danach noch schwere personelle, ideelle und
materielle Verluste.
1917

Im Sommer des Jahres fiel die Festhalle auf der Hermannshöhe einem Brand zum
Opfer.

-1924

10 Jahre nach dem letzten Fest, wurden die Schützen aufgerufen, die
unterbrochene Tradition wieder aufleben zu lassen.

1927/28

Nach Neubelebung des Schießclubs entstand im Nonnensiepen
(heutige Geitbecke) ein vereinseigener Schießstand mit einer 150 Meter Bahn.

1927

Da von Seiten der Gemeinde die sogenannte Ebbinghaus-Wiese gegenüber dem
Bahnübergang an der Gasfabrik zur Verfügung gestellt wurde, konnte hier das
Volksfest stattfinden. Da man aber nach dem Brand der Hermannshöhe auch
wieder etwas Eigenes haben wollte, sah man sich weiter nach geeigneten Flächen um.

1928

Trotz der in den Statuten festgeschriebenen 24 Jahre für den Königsschuss, holte
der erst 20-jährige Karl Pieken den Vogel von der Stange. Da dies nicht den
Regularien entsprach, wurde der Vogel kurzerhand wieder an die Vogelstange
gebracht. Es erfolgte dann erneut der Königsschuss.
Ebenfalls in diesem Jahr erlitt der Verein einen schweren Verlust. Durch ein Feuer
im Haus des damaligen Obersten Heinrich Ruberg, wurden beide Fahnen, die der
Verein damals führte ein Raub der Flammen. Bereits auf dem Schützenfest im
darauffolgenden Jahr wurde die neue Fahne mit dem Hirschkopf unter der
Schützenscheibe geweiht. Sie wurde ab jetzt in einem Fahnenschrank im Amtshaus
Aufbewahrt.

1932

Die Jahre der Arbeitslosigkeit und turbulenten parteipolitischen Entscheidungen
hatten den Festen den Boden entzogen. In diesem Jahr fand daher nur ein
Volksfest ohne Uniform statt. Die Machtergreifung durch den Nationalsozialismus
brachte keine Klärung und daher auch kein Schützenfest.

1934

Unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Rudolf Löbbecke wurde der Verein in der
alten Form neu belebt.

1936

Hemer bekam die Stadtrechte und die Schützenvereine Sundwig und Westig
schlossen sich mit Hemers ältestem Verein zum Bürgerschützenverein 1864
zusammen. Der Westiger Verein wurde 1896 aus der Taufe gehoben und in
Sundwig feierte man seit 1872 seine Volksfeste.

1938

Durch den Zusammenschluss wurde ein neuer Festplatz erforderlich. Im Jahre 1938
könnte das erste Schützenfest auf dem Bockeloh gefeiert werden. Wo einst eine
Grube Blei, Kupfer und Silber gefördert hat entstand mit erheblichen
Kostenaufwand durch die Stadt ein Schießstand mit einer 100 Meter Bahn. Mittel
wurden gesammelt, um in absehbarer Zeit ein Gemeinschaftshaus zu errichten,
was auch als Schützen-und Festhalle gedacht war.

1939

In den nächsten 6 Jahren bestimmte der 2.Weltkrieg das Geschehen und das
Vereinsleben kam zum Erliegen.

1948

Die Protokollbücher des Vereins wurden während des Umbruchs, der in Hemer mit
der Besetzung durch die Amerikaner begann, vernichtet, die umfassendste Quelle
der Vereinsgeschichte ging damit verloren. Uniformen und Gewehre ereilte das
gleiche Schicksal. Das Vereinsvermögen verfiel, und die bereits Vorjahre durch die
Alliierten verfügte Liquidation des Vereins durch Strafandrohung erzwungen. Der
Verein schien damit ausgelöscht zu sein. Vereinswirt Otto Westhelle ist es zu
verdanken, die drei Fahnen vor dem Zugriff bewahrt zu haben. Unter den
Trümmern seiner Saalbühne lagen sie verborgen, bis es die Zeit zuließ, sie wieder
heraus zu holen.

1952

nach manchen tastenden Vorbesprechungen lud Oberst Franz Nolte im Juni zu
einer offiziellen Versammlung ein. Etwa 50 ehemalige Schützen folgten der
Einladung in den Gasthof Westhelle. Bürgermeister Kleffner wies auf die
Notwendigkeit eines Schützenvereins hin, der ganz Hemer umfasste. In Westig
ging die Tendenz dahin, den alten Verein von 1896 wieder aufleben zu lassen,
und in Sundwig war keine Neigung vorhanden. Da die Stadt sich nicht in der Lage sah, weiter den Festplatz Bockeloh zur Verfügung zu stellen, lenkte man die Blicke
auf den Lamberg. Der lag Zentral für Hemer und konnte zu einem Festplatz
verwandelt werden.

1953

Das erste Nachkriegsschützenfest fand im Sommer wieder statt. Nach 14 Jahren
ohne Schützenfest war das Zelt auf dem Lamberg bis auf den letzten von 2000
Plätzen besetzt.

1960

Ein neues Schützenheim entsteht. Nach dem man am Lönsweg ein Grundstück
erworben hatte, wurde dies mit der Stadt gegen ein, am Südwesthang des
Lambergs gelegenen Grundstücks getauscht. Als man das Werk begann, ahnte
man noch nicht, wieviel Zeit bis zur Fertigstellung vergehen sollte, und wieviel
Schwierigkeiten zu überwinden waren.

1963

Aus dem geplanten Schießstand mit einer Kantine, wurde ein Schützenheim,
welches in diesem Jahr fertig gestellt wurde. Am 24 Januar wurde das Haus vor
geladenen Gästen seiner Bestimmung übergeben.

Gestützt auf einen gut gelegenen Festplatz und auf ein schönes Schützenheim mit modernen Schießständen ging man in das Jubiläumsjahr.